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Homepage von Andrea & Daniel Mannale 

Kultur

Ein kleiner Einblick in die Lebenswelt der Ngäbe

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Die Ngäbe Kultur enthält viele positive Elemente, die leider aber immer mehr verloren gehen.

Nebst den sehr schönen Kleidern, Schmuckstücke oder den «Chácaras» (Taschen) gilt z.B. traditionell das Gebot der gegenseitigen Hilfe, als ein wichtiges Prinzip für ihr Zusammenleben. Früher lebten sie als Familiensippe in kleinen Siedlungen, wo sie gemeinsam arbeiteten und sich auch in Notsituationen unter die Arme griffen.

Aber wie bei jedem Volk, gibt es auch unter den Ngäbe kulturelle Elemente, welche sie negativ prägen. Als animistisches Volk leben sie in ständiger Furcht vor Geistern, Flüchen und anderen schädlichen Einflüssen. Diese ständige Angst beeinträchtigt auch ihre zwischenmenschlichen Beziehungen, da von jeder Person negative Kräfte ausgehen könnten. Diese „Kultur der Angst“ prägt ihr ganzes Leben und hemmt so häufig auch ihr Vorankommen.

Weiter hat auch das Prinzip der gegenseitigen Unterstützung ihre Nachteile. Denn solche, die versuchen aus der Armut zu kommen, werden dabei ausgebremst, indem ihre ganze Sippe erwartet, dass sie ihren Gewinn mit allen teilen. Dies verhindert somit häufig, dass der Einzelne überhaupt versucht, etwas an seiner Situation zu ändern um mehr als nur das Lebensnotwendige zu erwirtschaften. Sie sind dabei keineswegs faul, denn sie müssen hart arbeiten, um zu leben. Aber wegen der scheinbaren Aussichtslosigkeit ihrer Situation und der Hoffnungslosigkeit, liegt der Fokus dann häufig nur darauf, das Nötigste fürs aktuelle Überleben zu sichern.

Genau wegen diesem komplexen und für uns Westler meist schwer verständlichem kulturellen Hintergrund, ist es so wichtig, dass die Ngäbe selbst massgebend bestimmen, wie sie ihre Zukunft gestalten möchten. Es braucht Veränderung (und die Ngäbe wollen das auch), aber diese sollten nicht vom Westen aufgedrückt werden.

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