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Homepage von Andrea & Daniel Mannale 

Armut

Die grosse Last des Ngäbe Volkes

Die Ngäbe haben eine schwere Last zu tragen. Sie sind zwar die grösste aber auch die ärmste indigene Gruppe der sieben Stämme die in Panama leben. Statistisch gesehen, gelten 96,1% der Ngäbe als arm und 91,4% als extrem arm. Sie gehören damit zu den Ärmsten dieser Welt.  Während es Panama, als wirtschaftlich aufstrebendes Land, immer bessergeht, lebt diese Gruppe in Verhältnissen, vergleichbar mit armen Ländern Afrikas, wie Jemen oder Lesotho.

Gemäss einer Studie der Weltbank ist der durchschnittliche Indianerhaushalt in Panama nicht einmal in der Lage, die Hälfte des Kalorienbedarfs zu decken, der nötig wäre, um gesund zu leben.

Leider vermochten auch viele Entwicklungsprojekte der letzten Jahrzehnte keine nachhaltige Änderung zu bewirken. Korruption, Misswirtschaft, Paternalismus, eine fehlende Ausrichtung der Regierung auf Nachhaltigkeit und eine zerstrittene Führung der Ngäbe, haben ihren Teil dazu beigetragen.

In ihrem Verhältnis zu den indigenen Gruppen des Landes, fehlt der panamaischen Regierung häufig das Verständnis für die indigene Weltsicht und Denkweise. Seit der Kolonialzeit wird dabei letztlich bewusst oder unbewusst eigentlich immer das gleiche Ziel verfolgt, nämlich die Indianer zu „zivilisieren“ und in die Latino-Kultur zu integrieren. Sie finden sich damit seit Jahrhunderten einem Umfeld ausgesetzt, welches ihre Kultur- und Lebensweise verachtet und ihre Identität als Indianer in Frage stellt. Dies stellt ein beachtenswerter Faktor dar, der zu ihrer Situation der Hoffnungslosigkeit und Armut beigetragen hat.

Viele Kinder und Jugendliche und eine ungewisse Zukunft

Besonders hart trifft die aktuelle Armutssituation die zukünftige Generation. Wenn man bedenkt, dass über die Hälfte der Ngäbe jünger als 15 Jahre alt ist, wird erst recht ersichtlich, wie schwerwiegend die Situation ist. Unterernährung, Krankheiten, eine ungeigentes Bildungssystem sind einige der Faktoren, welche die nächste Generation in eine bange Zukunft blicken lässt.

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