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Homepage von Andrea & Daniel Mannale 

Die Comarca

Das umstrittene Hoheitsgebiet der Ngäbe

Seit 1997 haben die Ngäbe mit der, um einiges kleineren Gruppe der Buglé Indianern, ihr Gebiet gemeinsam nach einem jahrzehntelangen Kampf als eine «Comarca» zugesprochen bekommen. Die Ngäbe-Buglé Comarca umfasst ein Gebiet von fast 7000 km² im westen Panamas.

Diese Ngäbe-Buglé Comarca gilt offiziell als eine semi-autonome Region mit dem Status einer Provinz. Panama hat aktuell zehn Provinzen und fünf Comarcas. Während so eine Comarca den Ngäbe theoretisch eine gewisse Eigenständigkeit gibt, funktioniert das Ganze in der Praxis nur sehr beschränkt. Einerseits hat die panamaische Regierung ihnen ein duales Regierungssystem aufgezwungen. Konkret dürfen sie zwar «traditionelle» Führungspersonen wie Häuptlinge wählen, aber parallel dazu gibt es auch noch die normalen staatlichen Strukturen, die sonst im ganzen Land gelten. Ein Bezirk hat dann zwar einen Häuptling, aber gleichzeitig auch einen Bürgermeister. Wer genau wann das Sagen hat ist meist unklar. Abgesehen davon, werden alle wichtigen Entscheidungen so oder so von Beamten in der fernen Hauptstadt getroffen.

Nebst diesem Chaos, ringen die Ngäbe schon seit Jahrzehnten darum, als Einheit aufzutreten und für ihre Anliegen einzustehen. So haben auch seit der Gründung der Comarca, Machtkämpfe und interne Konflikte leider verhindert, dass sie eine gemeinsame Stimme haben, welche die Regierung ernst nehmen müsste. Es existiert ein Mangel an Führungspersonen, die nicht nur darauf aus sind, persönlichen Profit aus ihrer Stellung zu schlagen. Trotz den vielen Hoffnungen, die mit der Gründung der Comarca verbunden waren, konnte diese Chance bisher nur begrenzt genutzt werden, um ihre Situation zu verbessern.